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Weißwein für Anfänger
Der klassische Wein ist rot und gilt als der Inbegriff des Weines seit Menschengedenken. In der Kunstgeschichte trinkt Bacchus, der Gott des Weines, vornehmlich einen opulenten Kelch mit rotem Wein aus und bestätigt damit das alkoholische Getränk als echtes Kulturgut. Dies hat seine historische Begründung. Aufgrund der komplizierten Herstellungsverfahren gab es zunächst Rotweine. Die ersten Weißweine sind schriftlich erstmals in der Antike belegt. Heute gilt der Weißwein ganz gerne als guter Einstieg für den Weinneuling, da er nicht ganz so schwer im Geschmack ist. Viele Weißweine sind deutlich süßer als deren rotes Pendant. Das soll jedoch nicht über den Umstand hinwegtäuschen, dass das Spektrum an Weißwein-Geschmacksrichtungen nur süßliche Varianten umfasst. Es gibt auch trockene Weißweine. Der Säuregehalt kann beim Weißwein jedoch nicht so einfach hergestellt werden, wie diese beim Rotwein der Fall ist. Besonders süß fällt der Geschmack bei Weißweinen aus, die recht spät gelesen werden. Die Beeren bauen nach der Vollreife keine Zucker mehr auf und das Wasser verdunstet, wenn die Trauben weiterhin am Rebstock hängen. Aufgrund der schwierigen Herstellung sind daher Eisweine besonders begehrt. Die Beeren werden bei diesem Herstellungsverfahren im gefrorenen Zustand gepresst. Hierbei ergibt sich eine Aufkonzentrierung von Zucker und Säure im Saft, da auch das Wasser als Eis zurück bleibt. Dieser Wein kann nur in Regionen angebaut werden, in denen im Winter kontinuierliche Minustemperaturen möglich sind.
